Jandelsbrunn.120 von 128 Partien sind mittlerweile gespielt
im Weltcupturnier des Weltfernschachbundes ICCF. Dabei liegt
der deutsche BdF-Meister des Jahres 2025, CCE Dr. Josef Stangl,
weiterhin aussichtsreich im Kampf um die Medaillen im Rennen.
Es führt der US-Amerikaner Talmage Brown mit 8,5 Punkten
aus 15 Partien (SB: 64) vor Hans-Alban Faber (SB: 63,25), der
die gleiche Punktzahl aufweist, jedoch bereits alle 16 Partien des
Turniers gespielt hat.
Dahinter folgen auf den Plätzen 3 und 4 Martin Pacholsky (SB: 61)
aus der Slowakei und Dr. Josef Stangl (SB: 60,5), die jeweils 8 Punkte
erreichten und noch ein Spiel zu absolvieren haben. Sie haben folglich
eine Chance an Faber vorbei zu ziehen und eine Medaille zu erringen.
In der Tarrasch-Verteidigung im Abgelehnten Damengambit hat der
Internationale Fernschachexperte Dr. Josef Stangl zwischenzeitlich
im 35. Zug ein Remisangebot von Terence Rattray aus Kanada abgelehnt
und statt dessen einen Bauern geopfert. Ein sehr gefährliches Manöver, das
ein Spiel auf alle drei Ergebnisse ermöglicht. Schließlich hat der starke
Nordamerikaner jetzt zwei verbundene gefährliche Freibauern. Dr. Stangl
setzt jedoch auf seine beiden Türme, die nunmehr ins feindliche Lager
eingedrungen sind. Wer zuerst sein Ziel erreicht wird diese auf Messers
Schneide stehende Partie gewinnen. Der Rekord des Jandelsbrunner Meisters
von 79 Spielen in Folge ohne Niederlage in den letzten 11 Jahren und 10 Monaten
ist ernstlich in Gefahr. Wird das „Schachgefühl“ des Jandelsbrunners ihm auch
dieses Mal die richtige Strategie offenbart haben?




